Förderung der Ausbildung in Österreich 2026

Die berufliche Qualifizierung stellt für viele Menschen eine zentrale Investition in die eigene Zukunft dar. Gleichzeitig sind die finanziellen Hürden oft erheblich, sodass die Förderung der Ausbildung zu einem entscheidenden Faktor wird. In Österreich und im gesamten deutschsprachigen Raum existieren zahlreiche Programme und Instrumente, die Lernende während ihrer Ausbildung finanziell unterstützen. Von staatlichen Beihilfen über Arbeitgeberzuschüsse bis hin zu europäischen Mobilitätsprogrammen – die Förderlandschaft ist vielfältig und bietet für unterschiedliche Ausbildungswege passende Lösungen. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Förderoptionen, rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Tipps zur erfolgreichen Beantragung.

Staatliche Förderprogramme für Auszubildende

Die öffentliche Hand trägt mit verschiedenen Programmen zur Förderung der Ausbildung bei. Diese Instrumente sollen sicherstellen, dass finanzielle Engpässe nicht zum Abbruch einer begonnenen Ausbildung führen.

Berufsausbildungsbeihilfe und vergleichbare Leistungen

In Deutschland bildet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) einen zentralen Pfeiler der Ausbildungsförderung. Sie unterstützt Auszubildende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt liegt. Die Höhe richtet sich nach dem eigenen Bedarf, dem Einkommen der Eltern und der Ausbildungsvergütung.

Wichtige Kriterien für die BAB:

  • Erstausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
  • Ausbildungsbetrieb ist vom Elternhaus zu weit entfernt
  • Altersgrenze von 18 Jahren (Ausnahmen möglich)
  • Antragstellung vor Ausbildungsbeginn empfohlen

In Österreich übernehmen vergleichbare Funktionen die Beihilfen des Arbeitsmarktservice (AMS), wobei die konkreten Förderinstrumente je nach Bundesland und individueller Situation variieren können. Die Förderung der Ausbildung wird dabei als aktive Arbeitsmarktpolitik verstanden, die Fachkräftemangel vorbeugen und Beschäftigungsfähigkeit sichern soll.

Staatliche Förderstrukturen

Mobilitätszuschüsse und Vermittlungsbudget

Zusätzlich zur direkten finanziellen Unterstützung existieren Programme für ausbildungsbedingte Mobilität. Das Vermittlungsbudget der Arbeitsagentur kann beispielsweise für Bewerbungskosten, Umzugskosten oder notwendige Arbeitskleidung genutzt werden. Diese flexiblen Mittel erleichtern den Zugang zur Ausbildung erheblich.

Förderart Zielgruppe Maximalbetrag Besonderheit
BAB Auszubildende außerhalb des Elternhauses Bedarfsabhängig Monatliche Zahlung
Mobilitätszuschuss Auszubildende mit weitem Arbeitsweg Variable Für Fahrtkosten
Vermittlungsbudget Ausbildungssuchende Bis 4.000 € Einmalige Leistung

Bildungskredite und Darlehensmodelle

Neben Zuschüssen spielen Kredite eine wichtige Rolle bei der Förderung der Ausbildung. Die KfW-Bildungskredite richten sich primär an Studierende, können in bestimmten Fällen aber auch für fortgeschrittene Ausbildungsphasen relevant werden.

Vorteile von Bildungskrediten

Der entscheidende Unterschied zu kommerziellen Krediten liegt in den günstigen Konditionen. Niedrige Zinssätze, flexible Rückzahlungsmodalitäten und die Unabhängigkeit vom Einkommen der Eltern machen diese Instrumente attraktiv. Allerdings sollte die Aufnahme eines Darlehens wohlüberlegt sein, da die Rückzahlungsverpflichtung bestehen bleibt.

Zentrale Merkmale:

  • Zinssätze deutlich unter Marktniveau
  • Auszahlung in monatlichen Raten möglich
  • Karenzzeit zwischen Auszahlung und Rückzahlung
  • Kombination mit anderen Förderungen oft möglich

Die Finanzdaten der KfW zeigen, dass Bildungsfinanzierung einen wachsenden Anteil im Portfolio öffentlicher Förderbanken einnimmt. Dies unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung, die der Förderung der Ausbildung beigemessen wird.

Betriebliche Förderung und Arbeitgeberleistungen

Viele Unternehmen investieren aktiv in die Ausbildung ihrer zukünftigen Fachkräfte. Diese betriebliche Förderung der Ausbildung kann verschiedene Formen annehmen.

Einstiegsqualifizierung für benachteiligte Jugendliche

Die Einstiegsqualifizierung (EQ) bietet Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz die Möglichkeit, über ein betriebliches Langzeitpraktikum den Einstieg zu finden. Arbeitgeber erhalten dabei eine monatliche Förderung sowie einen Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen.

  • Dauer: 6 bis 12 Monate
  • Vergütung für Teilnehmende: mindestens 300 € monatlich
  • Arbeitgeberzuschuss: bis zu 243 € pro Monat plus Sozialversicherung
  • Anrechnung auf spätere Ausbildung möglich

Zusätzliche betriebliche Leistungen

Neben staatlich geförderten Programmen bieten viele Betriebe eigene Unterstützungsleistungen an. Dazu zählen Fahrtkosten­zuschüsse, vergünstigte Verpflegung, Lernmittelzuschüsse oder Prämien für besondere Leistungen. Diese ergänzenden Maßnahmen verbessern die finanzielle Situation der Auszubildenden erheblich und tragen zur Attraktivität des Ausbildungsplatzes bei.

Betriebliche Fördermodelle

Europäische Mobilitätsprogramme für Ausbildung

Auf europäischer Ebene spielt Erasmus+ im Bereich Berufsbildung eine zentrale Rolle bei der Förderung der Ausbildung. Das Programm ermöglicht Auslandsaufenthalte während der Ausbildung und fördert damit sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen.

Fördermöglichkeiten durch Erasmus+

Auszubildende können Praktika im europäischen Ausland absolvieren, die zwischen zwei Wochen und zwölf Monaten dauern. Die Förderung umfasst Reisekosten, Aufenthaltskosten und organisatorische Unterstützung. Bildungseinrichtungen erhalten zusätzliche Mittel für die Begleitung und Vorbereitung der Mobilitätsprojekte.

Vorteile internationaler Ausbildungserfahrung:

  • Erweiterung fachlicher Kompetenzen durch andere Arbeitsmethoden
  • Verbesserung von Sprachkenntnissen
  • Stärkung interkultureller Kompetenzen
  • Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit auf dem europäischen Arbeitsmarkt
  • Persönliche Weiterentwicklung und Horizonterweiterung

Die Förderung der Ausbildung durch europäische Programme ergänzt nationale Instrumente ideal und ermöglicht Erfahrungen, die innerhalb eines einzelnen Landes nicht möglich wären.

Förderung für spezielle Zielgruppen

Bestimmte Personengruppen benötigen besondere Unterstützung beim Zugang zur Ausbildung. Hierfür existieren spezialisierte Förderprogramme.

Ausbildungsbegleitende Hilfen und assistierte Ausbildung

Junge Menschen mit Lernschwierigkeiten, sozialen Benachteiligungen oder Migrationshintergrund können ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) in Anspruch nehmen. Diese umfassen Nachhilfe in Fachtheorie und Fachpraxis, Sprachförderung sowie sozialpädagogische Begleitung. Die assistierte Ausbildung geht noch einen Schritt weiter und bietet sowohl Auszubildenden als auch Ausbildungsbetrieben kontinuierliche Unterstützung.

Förderinstrument Zielgruppe Leistungen Kostenträger
abH Lernbenachteiligte Auszubildende Nachhilfe, Prüfungsvorbereitung Agentur für Arbeit
Assistierte Ausbildung Benachteiligte und Betriebe Umfassende Begleitung Agentur für Arbeit
Berufseinstiegsbegleitung Schüler mit Förderbedarf Übergangsbegleitung ESF-kofinanziert

Förderung für Menschen mit Behinderung

Die Förderung der Ausbildung von Menschen mit Behinderung erfolgt über verschiedene Sonderprogramme. Dazu gehören behindertengerechte Ausstattung der Arbeitsplätze, verlängerte Ausbildungszeiten, spezielle Bildungsträger oder finanzielle Zuschüsse an Arbeitgeber. Die Integrationsämter und die Bundesagentur für Arbeit arbeiten hier eng zusammen.

Zielgruppenspezifische Förderung

Weiterbildungsförderung und Aufstiegsfortbildung

Die Förderung der Ausbildung endet nicht mit dem ersten Berufsabschluss. Aufstiegsfortbildungen wie Meister-, Techniker- oder Fachwirtausbildungen werden durch das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) unterstützt. Diese Förderung kombiniert Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen.

Struktur des Aufstiegs-BAföG

Teilnehmende erhalten einen Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie bei Vollzeitmaßnahmen einen Unterhaltsbeitrag. Ein erheblicher Teil der Förderung wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Rest steht als zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung, wobei bei bestandener Prüfung oder Existenzgründung Erlassoptionen bestehen.

Eckdaten der Aufstiegsfortbildungsförderung:

  • Förderung unabhängig vom Einkommen oder Vermögen
  • Bis zu 15.000 € für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
  • 50 % Zuschuss auf Lehrgangskosten
  • Unterhaltsbeitrag bei Vollzeitmaßnahmen bis 963 € monatlich
  • Erfolgsbonus bei bestandener Prüfung: 50 % Darlehenserlass

Für viele Absolventinnen und Absolventen von Ausbildungsprogrammen eröffnet diese Förderung den Weg zur nächsten Qualifikationsstufe. Gerade Bildungseinrichtungen, die spezialisierte Weiterbildungen anbieten, profitieren von diesem System, da es die finanzielle Zugänglichkeit ihrer Programme erhöht.

Regionale und branchenspezifische Förderprogramme

Neben bundesweiten Instrumenten existieren zahlreiche regionale und branchenspezifische Programme zur Förderung der Ausbildung. Bundesländer, Kammern und Branchenverbände entwickeln eigene Initiativen, um dem spezifischen Fachkräftebedarf zu begegnen.

Länderspezifische Ausbildungsprämien

Einige Bundesländer gewähren Prämien für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze oder die Übernahme von Auszubildenden aus insolventen Betrieben. Diese Maßnahmen ergänzen die bundesweiten Programme und reagieren auf regionale Arbeitsmarktlagen. In Österreich bieten die einzelnen Bundesländer unterschiedliche Fördermodelle, die über die jeweiligen Landesregierungen oder das AMS abgewickelt werden.

Die aktuellen Entwicklungen im Berufsbildungsbericht zeigen, dass gerade regionale Differenzierung bei der Förderung der Ausbildung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Strukturschwache Regionen erhalten gezielt Mittel, um Ausbildungsplätze attraktiver zu machen.

Brancheninitiativen und Stipendien

Verschiedene Branchen haben eigene Förderprogramme entwickelt. Die Handwerkskammern bieten beispielsweise Begabtenförderung für besonders leistungsstarke Auszubildende. Private Stiftungen vergeben Stipendien für spezifische Ausbildungswege. Diese Vielfalt macht es sinnvoll, sich bei der zuständigen Kammer oder dem Branchenverband über zusätzliche Fördermöglichkeiten zu informieren.

Praktische Schritte zur Beantragung von Förderung

Die erfolgreiche Inanspruchnahme der Förderung der Ausbildung erfordert sorgfältige Vorbereitung und Kenntnis der Verfahren.

Rechtzeitige Antragstellung

Der häufigste Fehler besteht darin, Förderanträge zu spät zu stellen. Viele Programme fördern nur ab Antragsdatum, nicht rückwirkend. Idealerweise sollten Anträge drei bis sechs Monate vor Ausbildungsbeginn eingereicht werden. Bei der BAB oder vergleichbaren Leistungen gilt: Je früher, desto besser.

Checkliste für die Antragstellung:

  1. Zuständige Stelle identifizieren (Agentur für Arbeit, AMS, KfW etc.)
  2. Erforderliche Unterlagen zusammenstellen (Ausbildungsvertrag, Einkommensnachweise, Mietverträge)
  3. Online-Rechner nutzen zur Einschätzung der Förderhöhe
  4. Antrag vollständig ausfüllen und fristgerecht einreichen
  5. Nachforderungen der Behörde zeitnah bearbeiten
  6. Bewilligungsbescheid prüfen und bei Unstimmigkeiten Widerspruch einlegen

Beratungsangebote nutzen

Die Komplexität der Förderlandschaft überfordert viele Antragstellende. Professionelle Beratung durch die Arbeitsagenturen, Kammern oder spezialisierte Bildungsträger kann entscheidend sein. Diese Stellen kennen die aktuellen Programme, Fristen und Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Förderungen.

Die verstärkten Fördermaßnahmen des Bundesarbeitsministeriums haben auch die Beratungskapazitäten ausgebaut. Kostenfreie Informations- und Beratungsangebote stehen flächendeckend zur Verfügung.

Besondere Förderoptionen für Berufswechsler und Quereinsteiger

Auch für Menschen, die bereits im Berufsleben stehen und sich neu orientieren möchten, bietet die Förderung der Ausbildung verschiedene Instrumente.

Umschulungsförderung durch die Arbeitsagenturen

Berufswechsler können unter bestimmten Voraussetzungen eine geförderte Umschulung absolvieren. Diese dauert in der Regel zwei Jahre und führt zu einem anerkannten Berufsabschluss. Die Förderung umfasst Lehrgangskosten und Lebensunterhalt. Voraussetzung ist meist, dass der bisherige Beruf aus gesundheitlichen oder arbeitsmarktlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.

Qualifizierungschancengesetz und Weiterbildungsgeld

Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht auch Beschäftigten die Förderung von Weiterbildungen durch die Bundesagentur für Arbeit. Arbeitgeber können Zuschüsse zu den Weiterbildungskosten und zum Arbeitsentgelt während der Freistellung erhalten. Diese Form der Förderung der Ausbildung sichert Beschäftigung in Zeiten des strukturellen Wandels.

In Österreich bietet das Weiterbildungsgeld (Bildungskarenz, Bildungsteilzeit) Beschäftigten die Möglichkeit, sich für eine Weiterbildung freistellen zu lassen und dabei eine finanzielle Unterstützung zu erhalten. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, umfassende Ausbildungsprogramme zu absolvieren, ohne die Beschäftigung vollständig aufzugeben.

Steuerliche Aspekte und Absetzbarkeit von Ausbildungskosten

Die Förderung der Ausbildung erfolgt nicht nur durch direkte Zahlungen, sondern auch über steuerliche Erleichterungen.

Werbungskosten und Sonderausgaben

Kosten für die Erstausbildung können als Sonderausgaben bis zu 6.000 € jährlich geltend gemacht werden. Bei einer Zweitausbildung oder einem berufsbegleitenden Studium sind die Ausgaben als Werbungskosten unbegrenzt absetzbar. Dazu zählen Studiengebühren, Fachliteratur, Arbeitsmittel, Fahrtkosten und unter Umständen Unterkunftskosten.

Kostenart Erstausbildung Zweitausbildung Absetzbar als
Studien-/Lehrgangsgebühren Ja Ja SA / WK
Fachliteratur Ja Ja SA / WK
Fahrtkosten Ja Ja SA / WK
Arbeitsmittel Ja Ja SA / WK
Maximalbetrag 6.000 € Unbegrenzt –

SA = Sonderausgaben, WK = Werbungskosten

Förderung durch Arbeitgeber als geldwerter Vorteil

Wenn der Arbeitgeber Weiterbildungsmaßnahmen finanziert, die im ganz überwiegend betrieblichen Interesse liegen, stellt dies keinen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil dar. Diese indirekte Förderung der Ausbildung schont das eigene Budget erheblich.

Die Rolle von Bildungseinrichtungen bei der Fördervermittlung

Qualifizierte Bildungseinrichtungen übernehmen eine wichtige Funktion bei der Vermittlung und Beantragung von Förderungen. Sie informieren über verfügbare Programme, unterstützen bei der Antragstellung und strukturieren ihre Ausbildungen oft so, dass sie optimal zu Förderbedingungen passen.

Besonders in spezialisierten Bereichen wie Gesundheit, Fitness oder Mentaltraining ist eine fundierte Ausbildung mit staatlich anerkannten Diplomen entscheidend für die spätere Berufstätigkeit. Die Sportausbildungen verbinden fundiertes Fachwissen mit flexiblen Ausbildungsmodellen, die eine Vereinbarkeit mit Beruf oder familiären Verpflichtungen ermöglichen. Durch die Berücksichtigung verschiedener Fördermöglichkeiten können Interessierte diese qualitativ hochwertigen Ausbildungen auch bei begrenztem Budget absolvieren.

Sportausbildungen - Akademie für individuelle Weiterentwicklung

Zertifizierungen und Förderkriterien

Damit eine Ausbildung förderfähig ist, muss die Bildungseinrichtung oft bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Anerkennungen durch Kammern, staatliche Zulassungen oder Zertifizierungen nach ISO-Normen sind häufige Voraussetzungen. Teilnehmende sollten vor Vertragsabschluss prüfen, ob die gewählte Ausbildung den Anforderungen der gewünschten Förderung entspricht.

Digitale Ausbildungsformate und deren Förderung

Die Digitalisierung verändert auch die Ausbildungslandschaft. E-Learning, Blended-Learning und virtuelle Klassenzimmer eröffnen neue Möglichkeiten. Die Förderung der Ausbildung passt sich diesen Entwicklungen an.

Förderfähigkeit digitaler Lernformen

Grundsätzlich können auch Online-Kurse und digitale Ausbildungsformate gefördert werden, sofern sie zu einem anerkannten Abschluss führen oder nachweislich die beruflichen Kompetenzen erweitern. Wichtig ist, dass die Bildungseinrichtung zertifiziert ist und die Maßnahme den formalen Anforderungen entspricht.

Die Flexibilität digitaler Formate erleichtert die Vereinbarkeit von Ausbildung, Beruf und Familie erheblich. Dies senkt indirekte Kosten wie Fahrtkosten und Kinderbetreuung, wodurch die Ausbildung auch bei moderater direkter Förderung finanzierbar wird.

Kombination verschiedener Förderwege

Eine strategische Kombination mehrerer Förderinstrumente maximiert die finanzielle Unterstützung. Die Förderung der Ausbildung durch verschiedene Quellen ist in vielen Fällen ausdrücklich erlaubt und sinnvoll.

Beispielrechnung: Kombination von Förderungen

Ein Auszubildender könnte beispielsweise BAB erhalten, einen Mobilitätszuschuss für den weiten Arbeitsweg nutzen, steuerlich Fahrtkosten absetzen und von betrieblichen Zusatzleistungen profitieren. Diese Kombination verbessert die finanzielle Situation erheblich.

Maximale Förderung durch intelligente Kombination:

  • Staatliche Grundförderung (BAB, Weiterbildungsgeld)
  • Ergänzende Leistungen (Mobilitätszuschuss, Kinderbetreuungszuschuss)
  • Betriebliche Zuwendungen (Fahrgeld, Prämien)
  • Steuerliche Absetzbarkeit (Werbungskosten, Sonderausgaben)
  • Externe Stipendien oder Stiftungsgelder

Die Forschung des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigt, dass erfolgreiche Ausbildungsbiografien häufig auf einer klugen Kombination verschiedener Förderquellen basieren.

Langfristige Perspektiven und Return on Investment

Die Förderung der Ausbildung ist nicht nur eine kurzfristige finanzielle Entlastung, sondern eine Investition mit langfristigem Mehrwert.

Gehaltseffekte qualifizierter Ausbildung

Studien belegen, dass formal abgeschlossene Ausbildungen zu signifikant höheren Lebenseinkommen führen. Die durchschnittliche Differenz zwischen ungelernten und ausgelernten Fachkräften beträgt über das Erwerbsleben hinweg oft sechsstellige Beträge. Diese Perspektive relativiert auch die Aufnahme von Bildungsdarlehen, die in einem überschaubaren Zeitraum amortisiert werden können.

Beschäftigungssicherheit und Karrierechancen

Qualifizierte Fachkräfte genießen deutlich bessere Beschäftigungsperspektiven. Die Arbeitslosenquote sinkt mit steigendem Ausbildungsniveau erheblich. Zudem eröffnen sich Karrierepfade, die ohne formale Qualifikation verschlossen blieben. Die Förderung der Ausbildung trägt somit zur langfristigen beruflichen Sicherheit bei.

Persönliche Weiterentwicklung geht über rein berufliche Aspekte hinaus. Wer seine Gewohnheiten grundlegend verändern und einen Neustart wagen möchte, kann von strukturierten Ansätzen wie dem 90-Tage-Programm von DoReset profitieren, das dabei unterstützt, alte Muster zu durchbrechen und eine solide Basis für berufliche und persönliche Transformation zu schaffen.

Häufige Fehler bei der Förderinanspruchnahme

Trotz der umfangreichen Angebote scheitert die Förderung der Ausbildung oft an vermeidbaren Fehlern.

Unvollständige oder verspätete Anträge

Die meisten Ablehnungen resultieren aus formalen Mängeln. Fehlende Unterlagen, unleserliche Kopien oder Fristversäumnisse führen zu Verzögerungen oder Ablehnung. Eine sorgfältige Vorbereitung und Checklisten-Nutzung minimieren dieses Risiko.

Unwissenheit über Kombinationsmöglichkeiten

Viele Antragstellende kennen nur einzelne Förderprogramme und verschenken dadurch Potenzial. Eine umfassende Beratung vor Ausbildungsbeginn identifiziert alle relevanten Förderquellen.

Fehlende Rückmeldungen und Änderungsanzeigen

Änderungen in der persönlichen Situation (Umzug, Einkommensänderungen, Ausbildungsabbruch) müssen den Förderstellen umgehend gemeldet werden. Unterlassene Mitteilungen können zu Rückforderungen führen.

Ausblick: Zukünftige Entwicklungen in der Ausbildungsförderung

Die Förderlandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Aktuelle Trends deuten auf eine Ausweitung und Flexibilisierung der Förderung der Ausbildung hin.

Lebenslanges Lernen als Förderprinzip

Der Fokus verschiebt sich von der reinen Erstausbildung hin zu lebenslangem Lernen. Neue Programme berücksichtigen zunehmend Berufswechsel, Teilzeitmodelle und modulare Qualifizierungen. Die klassische Trennung zwischen Ausbildung, Studium und Weiterbildung wird durchlässiger.

Digitalisierung der Förderabwicklung

Verwaltungsprozesse werden zunehmend digitalisiert. Online-Anträge, automatisierte Prüfungen und verkürzte Bearbeitungszeiten verbessern den Zugang. Transparente digitale Portale ermöglichen es Interessierten, selbstständig ihre Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Europäische Integration

Die europäische Dimension der Förderung der Ausbildung wird weiter ausgebaut. Programme wie Erasmus+ wachsen, grenzüberschreitende Anerkennungen verbessern sich, und europäische Qualifikationsrahmen erleichtern die Mobilität. Dies eröffnet insbesondere für kleinere Länder wie Österreich neue Perspektiven.


Die umfassende Förderlandschaft für berufliche Qualifizierung zeigt, dass finanzielle Hürden kein unüberwindbares Hindernis darstellen müssen. Strategische Planung, rechtzeitige Information und professionelle Beratung erschließen die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten. Die Akademie für individuelle Weiterentwicklung bietet nicht nur hochwertige, praxisorientierte Ausbildungen in den Bereichen Fitness, Massage, Mentaltraining und Outdoor, sondern unterstützt Sie auch bei der Navigation durch die Fördermöglichkeiten. Mit flexiblen Bildungswegen, die sich an Ihr Leben anpassen, und staatlich anerkannten Diplomen schaffen Sie optimale Voraussetzungen für Ihre berufliche Zukunft.